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Wie Geisteswissenschaften zur „Humanities Economy“ verhelfen – internationaler Forschungsbeitrag erschienen

News   •   Okt 28, 2015 08:00 CET

Bristol/Leipzig, 26.10.2015: Dr. Christophe Fricker, Geschäftsführender Gesellschafter des Leipziger Wissensdienstleisters Nimirum, beschreibt in einem aktuellen Beitrag für die Fachzeitschrift Common Knowledge, in welchen Bereichen der Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft vorangetrieben werden muss. Vor dem Hintergrund eines langfristigen wirtschaftlichen Strukturwandels globaler Krisen und die immer größere Fülle verfügbarer Informationen über Verbraucher und Märkte entwickelt Christophe Fricker aus seiner praktischen Tätigkeit innovative Modelle für einen zeitgemäßen Wissenstransfer. Es gehe dabei um die Handlungsfähigkeit großer und innovativer Unternehmen. Fricker fordert daher neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Besonders die Geistes- und Sozialwissenschaften könnten im Rahmen neuer kollaborativer Strukturen ihr Wissen über Kultur und Kommunikation einbringen und dadurch auch ihre eigene Forschung vorantreiben.

Britische Studie als Vorbild auch für Deutschland?

„Wer zu Institutionen der Zusammenarbeit Zugang hat, wie dort gearbeitet wird und wie Ergebnisse genutzt und angewendet werden, wer für seine Beiträge wie belohnt wird: Auf diese wichtigen Fragen gibt es bisher nur wenige überzeugende Antworten“, so Fricker.

Auch logistische Fragen der Zusammenarbeit, beispielsweise beim Zeitmanagement, müssten geklärt werden. Fricker und sein Mit-Autor, der Wissenstransfer-Spezialist Timothy J. Senior, verweisen auf bahnbrechende erste Ergebnisse, die im Rahmen von britischen Pilotprojekten erzielt wurden. Fricker stellt fest: „Der politische Wille hat hier einiges bewegt, und sowohl Wissenschaftler als auch Unternehmer haben für ihre eigene Arbeit etwas mitgenommen.“

Um Innovationsfähigkeit zu erhalten, seien sowohl Unternehmen als auch Geistes- und Sozialwissenschaften auf eine intensivere Zusammenarbeit angewiesen, die ihre eigenen Stärken weiter ausbauen. Der Wissensdienstleister Nimirum, den Fricker gemeinsam mit Anja Mutschler seit fünf Jahren führt, leistet Ad-hoc-Wissenstransfer.

Der Debattenbeitrag unter dem Titel „The Humanities Economy“ steht in der Herbstausgabe von Common Knowledge (3/2015). Neben Fricker und Senior sind auch das frühere Oberhaupt der anglikanischen Kirche, Rowan Williams, und der Literatur-Nobelpreisträger Imre Kertész in der Ausgabe vertreten. Alle Beiträge sind über die Webseite der Zeitschrift sowie die Datenbanken Project Muse, HighWire und EBSCO zu beziehen.

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